Donnerstag, 23. Januar 2014

Es ist beschlossen!

Vorgestern in der Kinderkonferenz wurde es beschlossen:

Wer haut, kratzt, beißt, kneift, an den Haaren zieht, an den Hals fasst oder tritt muss 5 Minuten auf dem Stuhl sitzen.

Es klingt nach einer sehr harten Regel, aber ich habe mehrfach in der Kinderkonferenz gefragt, ob sie alle diese Regel so wollen. Zwei Kinder fanden es nicht so gut, aber es ist ihnen auch nichts Anderes eingefallen. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, eine Alternative in den Kinderkonferenzen vorzuschlagen.

Interessant ist aber auch, wie es zu dieser Regel kam. Es begann alles mit einer Wortmeldung eines Kindes. Dieses Kind sagte, dass es nicht mehr gehauen werden möchte. Die Regel mit dem Beißen und Kneifen gab es ja schon. Während wir darüber sprachen, was wir denn nun mit hauenden Kindern machen können, meldeten sich immer mehr Kinder zu Wort. Nach und nach erwähnten sie alles in der Regel oben stehende. Und in der Diskussion entstand dann die Regel, die ihr oben sehen könnt. Natürlich haben die Kidner damit uns Erwachsenen ein wenig den Ball zugeschoben, dass wir Kinder auf Stühle setzen (da sie noch nciht darauf gekommen sind, dieses selbst zu tun), aber es wurde sofort nach der Kinderkonferenz deutlich, dass viele Kinder die Regeln verstanden hatten und demnach versuchten, sich auch daran zu halten. Und wenn wir mal ein Kind auf den Stuhl setzen, dann wird das, ohne zu widersprechen, auch akzeptiert.








Dienstag, 21. Januar 2014

Kinderturnen am Montag



Der Sport in der Turnhalle während des Projektes, läuft ein bisschen anders ab als in unseren normalen Sportstunden. Auch hier haben die Kinder die Möglichkeiten ihre Freiräume selber zu füllen.



 Wir stellen ein paar Anreize zur Verfügung z.b. die Weichmatten, Kästen und Bänke. Durch Zugabe einzelner Bewegungsgeräte (Kästen, Ringe, Matten) können wir neue Ideenimpulse für die Kinder schaffen. Die große weite Halle lässt den Kindern viel Platz zum rennen und toben.  Wir haben die Bewegungsstunde auf ca 2 Std.erhöht. im Anschluss kommen 1,5 Std. Anziehen, Frühstücken und Heimweg dazu. Wir sind gestern um 11.30 im Kiga angekommen. 


eine kleine Anmerkung: Die Grundschule bittet die Eltern, die ihre Kinder morgens mit dem Auto zur Turnhalle fahren, außerhalb der Stichstraße zu Parken.

Donnerstag, 16. Januar 2014

Was ist denn eigentlich eine Kinderkonferenz?

Das ein oder andere Kind mag zu Hause davon erzählt haben, aber ich möchte Euch nun noch einmal die Idee der Kinderkonferenez vorstellen.

Die Kinderkonferenz ersetzt momentan den Morgen- und Schlusskreis. Sie findet vor oder nach dem Mittagessen statt. Hauptaugenmerk liegt in der Kinderkonferenz darauf, den Tag mit den Kindern zu reflektieren.

Sie können sagen, was Ihnen gefallen hat oder was sie geärgert hat. Oftmals kommt dann vor allen ein Gespräch zwischen den Kindern zustande, und es werden, gerade bei Problemen, gemeinsam Lösungen gesucht. So ist zum Beispiel die erste Regel gleich am ersten Tag von den Kindern festgelegt worden:

Wer beißt, muss auf einem Stuhl sitzen!

Gestern haben wir nach den Wünschen der Kinder für heute gefragt. Ganz viele Kinder haben sich gewünscht, dass eine Bude da steht, wenn sie kommen. (Das haben die Hortkinder gestern unwissender Weise erledigt)
Es gab aber auch Wünsche der Kinder, mit einem bestimmten Kind heute spielen zu dürfen. Es war interessant zu hören, wer da so als Spielpartner von wem gewünscht wurde. Erwartet haben wir manche Wünsche definitiv nicht. Mal schauen, was heute so passiert.

Ein weiterer Teil der Kinderkonferenz ist das Singen und Spielen. Das findet, wie auch in den Kreisen statt, aber auch Daniel, Christine und ich haben keine Noten, und Feni (die Gitarre) ist auch nicht da. Das heißt, wir können nur das Spielen und Singen, was wir gemeinsam hinbekommen. Da wird dann auch einmal improvisiert. Zum Beispiel werden Vorlesegeschichten durch Witze ersetzt oder Strophen werden halt einmal verändert.
Im Laufe von Spielzeugfrei ist auch zu hoffen, dass die Führung in den Kinderkonferenzen einmal an einzelne Kinder übertragen werden kann und sie dann die Organisation und Umsetzung "managen".


So viel zu den Kinderkonferenzen; nun ein kurzes Fazit der ersten Woche:
Christine, Daniel und ich sind mit der ersten Spielzeugfreiwoche zufrieden. Es ist schön zu sehen, dass doch alle Kinder im Laufe des Tages ins Spiel finden. Sie scheinen, dass Spielzeug nicht sonderlich zu vermissen. Und die ein oder andere Veränderung in der Gruppe kann man auch schon erahnen. Wir sind gespannt,w as Eure Kinder so noch entwickeln werden.  







Dienstag, 14. Januar 2014

Schön, ist es heute!

 Der zweite Tag
"Schön, ist es heute!" sagte N. zu ihrer Freundin in einem unbeobachteten Moment.
Diese Aussage kam aus tiefsten Herzen. Die Kinder haben heute sehr schön gespielt. Meerjungfrauen werden von Haien gejagt. Jungs gegen Mädchen.Es wurde geklettert, gekrochen, geschmust und geredet.
Eine völlig neue Situation mit der die Kinder wunderbar zurecht kommen.

 
Tanz & Spiel
Es gab auch Tränen,Wut und Ärger aber auch diese Gefühlsregung müssen durchlebt werden. Und die Kinder versuchen die Konflikte zu lösen. Wenn sie nicht weiterkommen, stehen wir ihnen zur Seite und helfen ihnen die Streiterein zu bereinigen. Wichtig dabei ist uns die Lösungen nicht undbedingt vorzugeben. Die Kinder sollen selber überlegen.
Vergessen wir dabei nicht, die Kinder wollen streiten. Denn nur so können sie sich darin üben.

Wir haben heute Geburtstag gefeiert, an dieser Stelle nochmal einen Herzlichen Glückwunsch und ein dickes Dankeschön an die Muffin Bäcker.

Eins und Zwei und Drei. Zählen will gelernt sein




Der erste Tag



Nun beginnt es also….
Das Projekt „Spielzeugfreier Kindergarten 2014“ hat seinen Anfang genommen.
Am Montag nach dem Turnen haben wir uns an die Arbeit gemacht, das ganze Spielzeug zusammen zu tragen.
Anschließend haben unsere  Kinder die Spielgeräte in die Abstellkammer gebracht und einen letzten wehmütigen Blick auf das Spielzeuge geworfen, bevor sich die Tür nun für fast 3 Monate schließt.
Geschafft, der Kindergarten ist leer aber trotzdem pulsiert das Leben. Die Kinder beginnen die Stühle zu verstellen, Decken auf die Tische zu legen, sich in Gruppen zusammen zu schließen oder einfach den Freiraum mit Nichtstun und Relaxen zu nutzen. Ein jeder ist beschäftigt.

Kuscheln und Ruhen
„Dein Kind sei so frei es immer kann.
Lass es gehen und hören,
finden und fallen,

aufstehen und irren.“
J.H. Pestalozzi




Alle wuseln umher
Die erste Bude wird gebaut


Donnerstag, 9. Januar 2014

Es geht los!

Nur noch 4x schlafen. Dann ist es soweit. Am Montag nach dem Turnen schicken wir mit den Kindern das Spielzeug in den Urlaub.
Die nächsten Tage nutzen wir weiterhin dazu, mit Euren Kindern über Spielzeugfrei zu sprechen. Wir überlegen, was man so ohne Spielzeug machen kann und schauen, was sie noch so aus den letzten Jahren wissen. Und es ist noch Einiges, was ihnen in Erinnerung geblieben ist. Sie haben sich erinnert, dass man Buden bauen kann, das man Vater, Mutter, Kinder spielen kann und sie wussten auch noch, dass man keine Stühle auf einen Tisch stellen darf.
Was während Spielzeugfrei so passiert, werden wir Euch nicht täglich, aber immer, wenn es was zu erzählen gibt, auf diesem Blog mitteilen.Also schaut doch ab und zu mal hinein in den Blogger.
Viel Spaß beim Lesen!